Andenkenbilder zu besonderen Anlässen z.B. zur Erstkommunion, Konfirmation, Firmung, u.s.w   

Als der aus Hagen gebürtige Bernhard Friedrich Müller im Rom Theologie studiert, brachte er am 30 Januar 1842 ein Andenkenbild aus Rom mit. Müller wohnte in der Dorfstrasse 2 in Hagen und wurde später Kaplan in Glandorf. Dieses gut erhaltene Bild war der Start einer Sammlung von weiteren Andenkenbildern, darunter auch Erinnerungsbilder zur Erstkommunion, zur Firmung und Konfirmation. Die Bilder stammen aus der Zeit von 1756 bis 1962.

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Auf den Bildern sind christliche Motive dargestellt, oftmals Jesus, der die Hl Kommunion verteilt oder andere religiöse Motive. Wann und zu welchem Anlass die Bilder erstellt wurden, ergibt sich zumeist aus dem schriftlichen Vermerk, zumeist versehen mit der Unterschrift von Pastor Tappehorn, Pfarrer Oliges, Lehrer Hermann Wegmann, u. a oder Lehrerinnen wie z.B.  Auguste. Keßling, Anna Koch und Angela Cramer.

Einige Hagener Bürger können sich noch an Anton, Agnes, Katharina oder Sophie Kreimer erinnern, deren Erstkommunionbilder ein Teil der Sammlung sind. 

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Einige Kommunionbilder von 1900-1914 stammen von Hagener Bürgern, die nach Ohio ausgewandert sind. Sogar ein Bild als Erinnerung an die Hochzeit v. Joseph. H. Kreimer mit Cecilia Bernadine Glasmeyer, deren Eltern in Hagen lebten, bis sie 1880 nach Ohio, USA ausgewandert sind. Somit wurde auch dort der Brauch, Erinnerungsbilder zu verschenken, weitergeführt.

Die ersten Konfirmationsbilder sogar von der Silbernen und Goldenen Konfirmation, konnten für die Sammlung kopiert werden.

Einen besonderen Fund entdeckte neuerdings Elisabeth Kreimer-Selberg in einem alten Gebetbuch. Es ist ein sehr altes Andenkenbild.  Auf der Vorderseite ist der Hl. Stanislaw abgebildet und auf der Rückseite ein Gebet. Schwester Philippine vom Orden der Ursulinen aus Dorsten, geb. 1723 hatte dieses Andenkenbild am 24.Oktober 1756 mit Grüßen an ein „liebenswürdiges Fräulein“ in französische Sprache verschenkt. Sie starb bereits am 6. November 1756 nur einige Tage später. Das war vor 265 Jahren, als in Preußen noch der König Friedrich der Große regierte.

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Diese Bilder werden im Kreimer-Selberg Museum in Georgsmarienhütte-Holzhausen, Sutthauser Str. 6 zu besichtigen sein, sobald es die derzeitige Corona-Situation erlaubt. 

Elisabeth Kreimer-Selberg würde gerne die Sammlung erweitern. Vielleicht hat noch jemand so ein Bild zuhause und könnte es ihr zum Kopieren geben. Ebenso werden Totenzettel gesucht, weil diese die für die Ahnenforschung oft wichtige Informationen enthalten. Die Datei steht übrigens allen Interessierten zur Verfügung. Bitte anrufen unter 05401 980116 oder 0171 2403065. 

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